Die Höhle der Löwen

Tipps und Tricks für die “Höhle der Löwen”-Bewerbung

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Nach dem großen Erfolg der dritten Staffel von “Die Höhle der Löwen” glaube ich, dass sich viele Start-ups und kluge Erfindergeister die gleiche Frage stellen, die ich mir vor einem Jahr gestellt habe: Soll ich oder soll ich nicht? Ich kann hier nur für mich sprechen, aber meiner Erfahrung nach würde ich immer sagen: Ja, es lohnt sich!

Lohnt sich ein Auftritt bei “Die Höhle der Löwen”?

Selbst wenn man keine Investition bekommt, lernt man sehr viel – es ist eine unglaublich bereichernde Erfahrung. Deswegen möchte ich euch hier meine Learnings und Erkenntnisse weitergeben, die ich bei „Die Höhle der Löwen“ gewonnen habe. Ich hoffe, dass ich vielleicht dem einen oder anderen Start-up die Bewerbungsphase und den Auftritt vor der Löwen-Jury erleichtern kann!

Wie bewerbe ich mich?

Die Bewerbung bei der Produktionsfirma ist letztlich eine Standardbewerbung, wie ihr sie möglicherweise von Investorengesprächen kennt. Das wichtige ist, dass die Bewerbung so konkret wie möglich auf die Sendung gemünzt ist. Überlegt euch also genau: Was macht euch für die Show besonders interessant? Ist euer Produkt besonders spektakulär oder visuell attraktiv zu veranschaulichen? Warum sollte es ausgerechnet die Löwen-Investoren interessieren? Bleibt in eurer Bewerbung nicht zu allgemein, sondern äußert euch speziell zur Sendung. UND: Seid immer ehrlich!

Wie bereite ich mich auf die Aufzeichnung vor?

Zunächst geht es darum, sich ein Bild von den Abläufen der Pitches zu machen. Es lohnt sich, mehrere der vorherigen Sendungen anzuschauen. Welcher Pitch kommt gut an und warum? Welche Fragen stellen die Juroren? Ich habe mir alle für LIMBERRY relevanten Fragen herausgeschrieben und sie dann selbst noch einmal beantwortet. Solcherlei Fragespiele kann man auch  mit Freunden und Teamkollegen üben. Jeder darf einmal “guter Löwe, böser Löwe” spielen…

Wie wird mein Pitch “löwenswert”?

Nach diesen Vorbereitungen ist es wichtig, sich den eigenen Pitch zurechtzulegen. Start-ups, die ihr Unternehmen bereits vor Investoren vorgestellt haben, wird dies einfacher fallen: Diese müssen nur ihren Pitch etwas umwandeln und auf die Sendung anpassen. Für alle Teilnehmer gilt, dass ihr vorher gründlich rechnet und kalkuliert, wie hoch eure Firmenbewertung ist und wie viel Geld ihr einsammeln möchtet.

Im Pitch musst du Antworten auf folgende Fragen haben:

  • Wer bist du und was ist dein Produkt?
  • Was ist das Besondere an deinem Unternehmen?
  • Welches Problem löst du mit deinem Produkt?
  • Wie viel hast du schon verkauft?
  • Wie groß ist deine Marge?
  • Wo/wie wird produziert?
  • Wie viele Anteile gibst du für wie viel Kapital ab?
  • Was sind deine Zukunftspläne? Wo willst du mit deinem Unternehmen hin?

Wie kann ich meinen Pitch noch spannender machen?

Schön ist, wenn man zusätzlich zur Präsentation noch etwas zum Zeigen und/oder Anfassen dabei hat. Je lebendiger der Pitch, desto mehr Pluspunkte kann man gleich zu Beginn bei den Löwen sammeln. Natürlich trägt auch die Kulisse schon zum wichtigen Ersteindruck bei: Gebt euch viel Mühe und seid kreativ, was euren Bühnenaufbau angeht – es lohnt sich.

Wie kann ich die Löwen-Jury überzeugen?

Wenn der Pitch steht und ihr euren Antwortenkatalog zusammen habt, heißt es “üben, üben, üben”. Die Kür ist, nicht zu steif und auswendig gelernt zu klingen, und trotz der Aufregung alle Informationen parat zu haben. Ein wichtiger Punkt, der manchmal vergessen wird: Man sollte sich nicht nur perfekt über das eigene Unternehmen und die Branche informiert haben, sondern auch über die Investoren gut Bescheid wissen. Das erlaubt euch gegebenenfalls in den Verhandlungen noch besser zu punkten, denn hier könnt ihr konkret auf die Löwen eingehen.

Wie meistere ich die Nachfrage-Runde nach meinem Pitch?

In der Nachfrage-Runde ist es wichtig, geradeheraus, ehrlich und direkt zu antworten. Redet nicht um den heißen Brei herum: Solltet ihr eine Frage nicht beantworten können, so sagt dies lieber sofort.  Auch wenn es schwer fallen mag: Probiert, so locker wie möglich zu sein. Letztlich soll es ja auch Spaß machen und – egal, wie es ausgeht – wird es in jedem Fall die Erfahrung wert sein. Ich wünsche euch viel Erfolg!

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